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Einfach unterwegs: Carsharing in der ILE Ökomodell Achental

Wie Carsharing im Achental Klimaschutz, Tourismus und Alltagsmobilität verbindet

Projekt: Geschichten aus Bayerns Regionen: Tourismus in der ILE
Ein Auto mit Folierung "Einfach unterwegs - Carsharing Achental" steht auf einem Parkplatz
Flexibel buchbar – vielseitig einsetzbar für Einkäufe, Arztbesuche, Vereinsfahrten und vieles mehr.
© ILE Ökomodell Achental

Was in Städten längst etabliert ist, zeigt im Achental, wie gut es auch auf dem Land funktionieren kann: Carsharing als echte Alternative zum eigenen Zweitwagen. Seit 2023 steht dort ein gemeindeübergreifendes Carsharing‑Angebot mit sechs Standorten zur Verfügung. Schnell wurde klar: Die Idee trifft einen Nerv. Aktuell sind rund 655 Menschen registriert – und die Nachfrage wächst weiter. 

Wie funktioniert’s? 

  • App installieren > registrieren > Führerschein hochladen > losfahren

Die Buchungen laufen über die Plattform „Einfach unterwegs“, die auch Hotline und Betreuung bietet. Die Autos stehen an sechs Standorten in den ILE-Gemeinden: Übersee, Unterwössen (zwei Plätze), Marquartstein, Grassau und Grabenstätt. 

Warum das so gut passt: In vielen Dörfern reicht der Bus nicht für spontane Erledigungen, Ehrenamtsfahrten oder Wochenendausflüge. Das Carsharing schließt genau diese Lücke – ohne den ÖPNV zu ersetzen. Es hilft, Zweitwagen zu vermeiden, Parkraum zu sparen und macht die Region für Gäste attraktiver, die mit Bahn oder Bus anreisen und vor Ort mobil bleiben wollen. Ein Carsharing‑Auto kann laut Projektabschätzung bis zu zwölf private Pkw ersetzen. 

Praktische Details, die man wissen will: Die Nutzung kostet ab 2,50 € pro Stunde plus Kilometerpauschale; es gibt Tages‑ und Wochenendpauschalen mit gedeckelten Höchstsätzen. Neben dem Alltagseinsatz profitieren auch soziale Einrichtungen: Tafel‑Fahrten, Krankenfahrdienste und Vereinsfahrten werden über das System abgewickelt. 

Was dieses Projekt stark macht, ist weniger die Technik als das Miteinander: Gemeinden, Vereine, Betreiber und Förderer ziehen an einem Strang. Entscheidend waren eine koordinierende Stelle - die ILE mit ihrer Umsetzungsbegleitung Stephanie Hennes, Unterstützung bei der Konzepterstellung und Anschubfinanzierung sowie die Bereitschaft der Kommunen, Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Ohne diese Zutaten wäre das Experiment schwer vorstellbar gewesen.

Der Blick nach vorne ist offen: Das Carsharing soll schrittweise in weiteren ILE‑Gemeinden ausgerollt werden und dient bereits jetzt als Vorbild für Nachbarkommunen. Begleitung, Marketing und langfristige Finanzierung bleiben die Hausaufgaben. 

➡️ Mehr Informationen:

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