Im Mittelpunkt der Exkursion standen konkrete Projektbeispiele und kreative Nachnutzungsansätze: In Bad Kötzting gab die Initiative „FreiRäume“ Einblicke in neue Konzepte der Ortsentwicklung und der Aktivierung öffentlicher Räume. In Bayerisch Eisenstein zeigten das Wasserkraftwerk und das Kulturzentrum Seebachschleife, wie ehemalige Industrieanlagen ein zweites, kulturelles Leben erhalten können. Im Haus zur Wildnis in Lindberg vermittelte ein Vortrag zum Besuchermanagement des Nationalparks Bayerischer Wald praxisnahe Impulse für den Umgang mit Besucherströmen und die Balance zwischen Schutz und Nutzung der Natur. In Rinchnach erhielten die Teilnehmer im Roten Schulhaus Einblick in die Arbeit einer Kulturinitiative und erfuhren mehr über die ILE Grüner Dreiberg, die regionalen Zusammenhalt und gemeinsame Entwicklungsvorhaben fördert. Der Besuch des Adventure Camps Schnitzmühle in Viechtach machte deutlich, wie touristische Angebote mit regionalen Initiativen verzahnt werden können und welche Potenziale daraus für die lokale Wertschöpfung entstehen. „Für die Teilnehmer war die Exkursion eine hervorragende Möglichkeit, um über die Übertragbarkeit der gezeigten Ansätze auf den eigenen Wirkungskreis zu diskutieren“, sagt Erik Bergner, stellvertretender Leiter des ALE Oberpfalz.
Die Integrierte Ländliche Entwicklung ist neben der Dorferneuerung, Flurneuordnung sowie verschiedenen Initiativen und Förderprogrammen eines der Schlüsselinstrumente der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung. Das ALE Oberpfalz unterstützt die Gemeindeverbünde von 146 Kommunen mit der ILE in planerischer, finanzieller und organisatorischer Hinsicht bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen in den verschiedensten Themenbereichen. Es profitieren bereits über die Hälfte der Oberpfälzer Kommunen von einer Mitgliedschaft in einer der 17 ILEs in der Oberpfalz.