Eine rund 12 Kilometer lange Wanderung führt entlang des Geschichtspfads durch die Landschaft rund um Memmelsdorf und gibt Einblicke in die jüdische Geschichte der Region. Von Memmelsdorf geht es über Wüstenwelsberg weiter, vorbei an Schloss Gereuth. Geplant ist zudem ein kurzer Abstecher zur Kirche in Obermerzbach, bevor die Gruppe gegen etwa 14 Uhr nach Memmelsdorf zurückkehrt. Begleitet wird die Tour von Wanderwegewart Siegfried Kirchner sowie Ute Schulze und Roland Giesel vom Träger- und Förderverein Synagoge Memmelsdorf.
Für Familien mit Kindern wird eine etwa vier Kilometer lange Strecke auf dem Trimm-Dich-Pfad angeboten. Sie führt von Memmelsdorf nach Untermerzbach – von Spielplatz zu Spielplatz. Der kurzweilige Parcours bietet viele Möglichkeiten für Bewegung und kleine Pausen.Die Rückkehr nach Memmelsdorf ist gegen 12 Uhr geplant. Begleitet wird die Tour vom ehemaligen Sportlehrer und Initiator des Pfades, Manfred Michel.
Im Anschluss können sich die Teilnehmenden am Feuerwehrhaus bei einer zünftigen Verpflegung stärken, organisiert von Ehrenamtlichen des Bayerischen Roten Kreuzes und der Freiwilligen Feuerwehr Memmelsdorf. Vor Ort bietet sich die Gelegenheit zur Besichtigung der Synagoge. Für ihr Engagement bei
der Restaurierung der Synagogen in Memmelsdorf und Gleusdorf sowie für die Vermittlung der jüdischen Geschichte erhielten der Träger- und Förderverein und die Gemeinde Untermerzbach 2024 die Silberne Halbkugel, die höchste Auszeichnung für Denkmalpflege in Deutschland.
Die Initiative Rodachtal unterstützt die Veranstaltung auch in diesem Jahr finanziell und begleitet sie in der Öffentlichkeitsarbeit.
Kurzprofil:
Die Initiative Rodachtal e.V. ist ein seit 2001 bestehender Zusammenschluss von fünf thüringischen Kommunen (Eisfeld, Heldburg, Hildburghausen, Straufhain, Ummerstadt) sowie sechs bayerischen Gemeinden (Ahorn, Bad Rodach, Itzgrund, Seßlach, Untermerzbach, Weitramsdorf). Gemeinsam mit den Landkreisen Coburg und Hildburghausen bildet sie ein Bündnis mit über 50.000 Einwohnern.
Die Handlungsfelder der Kooperation sind breit gefächert und werden durch eine gemeinsame Geschäftsstelle im Baukompetenzzentrum Ummerstadt koordiniert. Neben dem Flächen- und Siedlungsmanagement sowie kulturellen und bürgerschaftlichen Aufgaben bildet der Tourismus seit Beginn einen zentralen Schwerpunkt. Ergänzt wird dies durch Projekte in den Bereichen Infrastruktur sowie Brauen und Backen. Grundlage der Zusammenarbeit ist das im Jahr 2021 fortgeschriebene Integrierte Entwicklungskonzept (IEK). Das thüringisch-bayerische Bündnis wird im Regionalmanagement vom Büro IPU aus Erfurt begleitet und durch die beiden ersten Vorsitzenden Martin Finzel (Bürgermeister der Gemeinde Ahorn) und Christoph Bauer (Bürgermeister der Stadt Eisfeld) vertreten.
Für ihr Engagement wurde die Allianz 2016 mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Die Initiative Rodachtal e.V. feiert im Jahr 2026 ihr 25-jähriges Bestehen.
Hintergrund:
Für die Integrierte Ländlichen Entwicklung (ILE), wie die Initiative Rodachtal, sind die sieben bayerischen Ämter für Ländliche Entwicklung zuständig. Bei ihnen beantragen die Gemeinden Begleitung und finanzielle Förderung; von Mitarbeitenden in der Behörde werden die ILEs betreut.