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Bauherrengespräch in der Seßlacher Altstadt

Baukultur zum Anfassen

Nach 100 Jahren aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst. Haus Sebald in Seßlach.
Nach 100 Jahren aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst. Haus Sebald in Seßlach.
© Initiative Rodachtal

Im Mittelpunkt des Abends stehen Albert und Inge Sebald, die im Jahr 2018 im Rahmen des Baukulturpreises der Initiative Rodachtal ausgezeichnet wurden. Gewürdigt wurde ihre vorbildliche Sanierung eines ortsbildprägenden Gebäudes im Seßlacher Ortskern. Das Anwesen war rund 100 Jahre lang unbewohnt und konnte durch großes Engagement sowie viel Sensibilität für die historische Bausubstanz wieder zu neuem Leben erweckt werden. Das Projekt steht beispielhaft für eine außergewöhnlich gelungene Lösung zur Schaffung zeitgemäßen Wohnraums innerhalb ehemaliger Hofstrukturen und zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in der Revitalisierung historischer Gebäude liegt.
Neben den Sebalds freut sich auch die Patin für Bauen & Wohnen der Initiative Rodachtal, Itzgrunds Bürgermeisterin Nina Liebermann, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Rathauses Seßlach auf den persönlichen Austausch bei der Besichtigung und dem anschließenden Gespräch.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis spätestens 19. März 2026 erforderlich.
Der Baukulturpreis der Initiative Rodachtal wird alle zwei Jahre ausgelobt. Die VR-Bank Lichtenfels-Ebern stellt hierfür Preisgelder in Höhe von insgesamt 4.000 Euro zur Verfügung.

Kurzprofil:
Die Initiative Rodachtal e.V. ist ein seit 2001 bestehender Zusammenschluss von fünf thüringischen Kommunen (Eisfeld, Heldburg, Hildburghausen, Straufhain, Ummerstadt) sowie sechs bayerischen Gemeinden (Ahorn, Bad Rodach, Itzgrund, Seßlach, Untermerzbach, Weitramsdorf). Gemeinsam mit den Landkreisen Coburg und Hildburghausen bildet sie ein Bündnis mit über 50.000 Einwohnern.
Die Handlungsfelder der Kooperation sind breit gefächert und werden durch eine gemeinsame Geschäftsstelle im Baukompetenzzentrum Ummerstadt koordiniert. Neben dem Flächen- und Siedlungsmanagement sowie kulturellen und bürgerschaftlichen Aufgaben bildet der Tourismus seit Beginn einen zentralen Schwerpunkt. Ergänzt wird dies durch Projekte in den Bereichen Infrastruktur sowie Brauen und Backen. Grundlage der Zusammenarbeit ist das im Jahr 2021 fortgeschriebene Integrierte Entwicklungskonzept (IEK). Das thüringisch-bayerische Bündnis wird im Regionalmanagement vom Büro IPU aus Erfurt begleitet und durch die beiden ersten Vorsitzenden Martin Finzel (Bürgermeister der Gemeinde Ahorn) und Christoph Bauer (Bürgermeister der Stadt Eisfeld) vertreten.
Für ihr Engagement wurde die Allianz 2016 mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Die Initiative Rodachtal e.V. feiert im Jahr 2026 ihr 25-jähriges Bestehen.

Hintergrund:
Für die Integrierte Ländlichen Entwicklung (ILE), wie die Initiative Rodachtal, sind die sieben bayerischen Ämter für Ländliche Entwicklung zuständig. Bei ihnen beantragen die Gemeinden Begleitung und finanzielle Förderung; von Mitarbeitenden in der Behörde werden die ILEs betreut.

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