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Baumpflanzung mit der Affoltertechnik im Rahmen einer A.ckerwert Begleitung im Landkreis Main-Spessart

Artenreiche Wiese und Walnuss-Baumreihe mit besonderer Pflanztechnik auf Ackerfläche

Drei Menschen beim Bau einer Affolter Kiste
Hier werden die Affolter Kiste aufgebaut und gefüllt.
© Charlotte Pohse

Die Flurstücke sind Teil eines größeren Feldstückes, das als konventioneller Acker bewirtschaftet wird. Im Rahmen der A.ckerwert-Beratung wurden in diesem Jahr die ersten Schritte zur Umsetzung angestoßen: auf Teilflächen parallel zum Bachlauf sollte zeitnah die Nutzung aufgegeben und eine ungestörte, naturnahe Entwicklung ermöglicht werden. Zwischen diesen Sukzessionsflächen und dem restlichen, weiter bewirtschafteten Acker, wird ein Streifen über die Einsaat mit Regio-Saatgut als Pufferfläche zu artenreichem Grünland umgewandelt.

Parallel zum Radweg wird diesen Herbst außerdem eine Baumreihe mit Walnüssen gepflanzt.  Das Besondere daran: nur die Hälfte der Bäume werden „konventionell“ im Spätherbst als Heister (Jungbäume) in ein Pflanzloch gesetzt. Die andere Hälfte soll mit der sogenannten „Affoltertechnik“ gepflanzt werden. Diese Pflanzmethode setzt auf eine optimal vorbereitete Pflanzfläche und in verrottbaren Pflanzpatronen gezogene, kleine Baum-Sämlinge statt Gießen und häufige Pflege. Die Methode stammt ursprünglich aus dem Waldbau und wurde von Gerd Meyer und Johannes Wagner von der PflanzNatur GmbH aus dem Altmühltal mittlerweile erfolgreich auch auf den Streuobstanbau und Pflanzungen im Offenland übertragen. Die für die Affolter notwendigen, 1,25 m² großen Holzrahmen, stehen bereits auf dem Acker. Sie werden nach und nach mit Streu, Laub und Totholz gefüllt. Die Pflanzung erfolgt erst im nächsten Frühsommer. Das über den Winter entstehende Bodenmilieu und Kleinklima inklusive Beschattung und Feuchte speicherndem Totholzanteil sowie die Pflanzengemeinschaft sorgen für bestmögliche Wachstumsbedingungen auch in Zeiten andauernder Hitze und Trockenheit. Für die zukünftige Baumreihe haben neben der Stadt Marktheidenfeld, auch zwei Privateigentümer und der bewirtschaftende Pächter Ackerfläche zur Verfügung gestellt. Um die Nussbäume herum soll ein dauerhafter, artenreicher Grünstreifen entstehen.

Betreut wird das Projekt von der BN-Ortsgruppe Marktheidenfeld, der LPV Main-Spessart bleibt auch über die A.ckerwert-Beratung hinaus als fachlicher Begleiter und Antragssteller für die Förderung mit im Boot. Die Pflanzung wurde über das Projekt „HeckenReich Unterfranken – Lebensadern für Mensch und Natur“ mit Mitteln im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) gefördert.

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